WOLFGANG HOPPE
 
Rechtsanwalt - Notar

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Steuern / Gewerbesteuer 
Donnerstag, 21.01.2021

Steuerliche Behandlung von Einkünften einer Steuerberatungsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG

Eine Steuerberatungsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG erzielt gewerbliche Einkünfte. So entschied das Finanzgericht Düsseldorf (Az. 9 K 2236/18).

Eine Steuerberatungsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG begehrte mit ihrer Klage die Einordnung ihrer Einkünfte als solche aus freiberuflicher Tätigkeit. An der Klägerin waren ein Kommanditist (Steuerberater A) und zwei Komplementäre (Steuerberater B und eine Steuerberatungsgesellschaft mbH) beteiligt. Geschäftsführer der Klägerin waren die beiden Komplementäre. Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Komplementär-GmbH, die nicht am Gewinn und Verlust der Klägerin beteiligt war, war der Steuerberater B. Das Finanzamt qualifizierte die Einkünfte der Klägerin als solche aus Gewerbebetrieb.

Das Gericht hielt die Entscheidung des Finanzamts für rechtmäßig. Nicht alle Gesellschafter der Klägerin hätten freiberufliche Einkünfte erzielt. Die Einkünfte der Steuerberatungsgesellschaft mbH seien kraft Gesetzes gewerbliche Einkünfte. Aufgrund ihrer Haftung als Komplementärin und ihrer Geschäftsführungsbefugnis sei die GmbH eine Mitunternehmerin der klagenden Kommanditgesellschaft. Diese mitunternehmerische Beteiligung der Steuerberatungsgesellschaft mbH sei so zu behandeln wie die Beteiligung eines Berufsfremden. Der Umstand, dass der einzige Gesellschafter der GmbH Steuerberater sei, ändere daran nichts.

Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt (BFH-Az. VIII R 31/20).

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