WOLFGANG HOPPE
 
Rechtsanwalt - Notar

Erbrecht

Seit dem 01. Januar 2010 gilt ein geändertes Erbrecht. Auch wenn erbrechtliche Verfügungen ohnehin regelmäßig im Hinblick auf Veränderungen der Lebenssituationen zu überdenken sind, ergeben sich nun ebenso wie durch die letzten erbschaftsteuerlichen Änderungen neue Gestaltungsalternativen. 

Der Gesetzgeber hat das Pflichtteilsrecht geändert und die Testierfreiheit des Erblassers gestärkt. So wurden die Gründe, welche zur Entziehung des Pflichtteils berechtigen, für die betroffenen Personengruppen vereinheitlicht und auch erweitert. Der unbestimmte Entziehungsgrund eines „ehrlosen und unsittlichen Lebenswandels“ ist entfallen, andere Entziehungsgründe sind hinzugekommen. 

Daneben sind auch die Stundungsgründe für den Erben bei der Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen erweitert worden. 

Die alte 10-Jahres-Frist für Pflichtteilergänzungsansprüche wurde durch eine gleitende Ausschlussfrist ersetzt, die an den Zeitablauf zwischen Schenkung und Erbfall anknüpft. Geändert wurden auch die Voraussetzungen für die Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch Abkömmlinge, so dass Pflegeleistungen in erhöhtem Umfang Berücksichtigung finden können.

 

 


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